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Betty-Reis-Gesamtschule
Birkenweg 2
41849 Wassenberg
Tel.: 02432/4918-0
Fax: 02432/4918-100
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Wassenberg, eine historische Stadt, kann auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken.
Die ersten Spuren führen zurück in die ältere Steinzeit. Funde, wie bandkeramische Scherben, jung-steinzeitliche Funde, Urnengräber sowie stark belegte Grabfelder lassen auf eine frühe und dichte Besiedlung des Wassenberger Raumes schließen, in dem vielfach römische Siedlungsspuren nachgewiesen sind, wie z.B. die Römerstraßen über Orsbeck-Wassenberg-Birgelen-Rothenbach an die Maas sowie von Erkelenz über Myhl nach Wassenberg.
Urkundlich nachweisbar wurde Wassenberg erstmals im Jahre 1021 erwähnt. Der flamensische Graf Gerhard erwählte um etwa 1085 die aus einer Motte entstandene Burg wegen ihrer zentralen Lage zum Dynastensitz. Damit wurden die Voraussetzungen für die Entstehung der Stadt Wassenberg geschaffen, die bereits 1273 die Stadtrechte besaß.
Neben dem als Aussichtsturm ausgebauten mächtigen Burgfried wurden große Teile der erhaltenen Befestigungsanlagen restauriert: Stadtmauer, Wehrtürme, Verlorenenturm und Rosstor. Der größte Teil dieser Anlagen stammt aus dem Jahre 1420, der untere Teil des Rosstores und der Verlorenenturm aus der Zeit um 1365.
Andere kulturhistorische Bauwerke, wie die Wasserschlösser Elsum und Effeld sowie mehrere Kirchenbauten sind Zeugnisse einer bedeutenden Vergangenheit. Auch die Wirtschaftsstruktur entwickelte sich vielfältig und erträglich. So war Wassenberg bereits im Mittelalter ein Marktflecken mit eigenem Marktrecht; Handel, Handwerk, Gewerbe und die Landwirtschaft waren die Haupterwerbsquellen der Bewohner. Der Flachsanbau war im 16. Jahrhundert ein verbreitetes Gewerbe. In den Niederungen der „Brühl“ wurde aus dem dort angebauten Färber-Waid der Farbstoff für die Anfärbung des Leinengarnes gewonnen. Bis zur Einführung der Anilinfarben wurde in der Wassenberger Färberei der aus dem Färber-Waid gewonnene Farbstoff verwendet. Ein weiterer Gewerbezweig, der Jahrhunderte lang das Erwerbsleben bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts prägte, war die Dachziegelherstellung. Im Volksmund nannte man diese Brenn- und Trockenschuppen „Panneschöpp“. Diese waren in den Kleikaulen, dem Gebiet um das heutige „Lucie´s Restaurant“, angesiedelt. Hier wurden aus dem Wassenberger „Klei“ (Lehm) Dachziegel hergestellt. Dieses Gewerbe kam zum Erliegen, nachdem der französische Falzziegel immer mehr Verbreitung fand.
Seit der Jahrhundertwende bestimmten industrielle Webereien und Hauswebereien die wirtschaftliche Struktur Wassenbergs. Regional gewann die Schachtanlage der Steinkohlenzeche Sophia-Jacoba eine große Bedeutung. Nach der endgültigen Schließung der Zeche (1997) gewannen mittelständische Betriebe in den Gewerbegebieten an den Siedlungsrändern an Bedeutung. Neben Handel und Handwerk runden die Landwirtschaft, z.B. der Spargelanbau und früher die Pfirsichzucht des bekannten „Wassenberger Sämlings“, das Bild des Erwerbslebens ab.
Die Schließung der Zeche und des Flughafens Wildenrath erhöhen nunmehr die Attraktivität als Wohnort, was sich durch die ständig steigende Einwohnerzahl dokumentiert. Die idyllische Landschaft, ein gutes Schulangebot, Geschäfte, Handwerksbetriebe und eine weithin anerkannte Gastronomie laden nach Wassenberg ein. Durch die Förderung des Wohnungsbaus entstanden neue Wohngebiete, die attraktiv und zweckmäßig erschlossen sind. Um den Wohnungsbau zu fördern, veräußert die Stadt in diesen Gebieten Grundstücke an Bauinteressenten.
Wassenberg ist wegen der Schönheit und Vielfalt seiner Landschaft schon immer Anziehungspunkt für viele Besucher gewesen. Dafür spricht auch die Zugehörigkeit des ganzen Stadtgebietes zum Naturpark Schwalm-Nette. Insgesamt etwa 1.100 ha Wald- und Heideflächen sind durch zahlreiche gut beschilderte Wanderwege erschlossen. Weitere Anziehungspunkte sind die Myhler Schweiz und die Ruraue mit ihren versteckten Weihern und Tümpeln, das Marienbruch und die gepflegten Parkanlagen im Stadtkern. Der aufmerksame Besucher der Stadt kann reichlich die Schönheiten einer abwechslungsreichen Landschaft wahrnehmen.
Zur sportlichen Betätigung stehen Sportplätze, Tennisplätze sowie das Parkbad zur Verfügung. Für Freunde des Wassersports sowie für Angler bieten der Effelder Waldsee und das Seengebiet bei Ophoven umfangreiche und abwechslungsreiche Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung.