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Betty-Reis-Gesamtschule
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Baumeister sozialer Kontakte

Bericht der Rheinischen Post, von Angelika Hahn, 30.01.2012

Heinrich Spiegel wurde als Leiter der Betty-Reis-Gesamtschule verabschiedet. Alle Redner der großen Feier im Schulforum dankten Spiegel für die engagierte Aufbauarbeit der ersten Gesamtschule im Kreis Heinsberg.

Vor der Bühne im Betty-Reis-Gesamtschulforum standen zwei ganz besondere Schreibtische mit dazugehörigen Sesseln, die fast schon Thronen glichen: der eine für den scheidenden Schulleiter Heinrich Spiegel, gespickt mit Symbolen seiner „kölschen“ Herkunft und den Porträts des Lehrerkollegiums.

Nebenan der Arbeitsplatz von Nachfolgerin Dr. Karin Hilgers mit England-Flagge (fürs Fachgebiet) und Doktor-Hut. Die Kunstkurse der Schule hatten all dies gestaltet.

Und es war nur ein Beispiel für viele witzige und symbolträchtige Einfälle von Schülerschaft, Lehrern, Eltern, Förderern und Weggefährten Spiegels in der fast dreistündigen Feier zur Verabschiedung des Gründungsschulleiters der ersten Gesamtschule im Kreis Heinsberg.

Spiegel gibt nach 22 Jahren Wirken in Wassenberg den Staffelstab an seine derzeitige Stellvertreterin (seit fünf Jahren), Karin Hilgers (51), weiter. Und was lag da näher, als ein von Schülern inszenierter Staffellauf und die Begrüßung „des Startläufers Spiegel“ und der Gäste durch die Lehrer Michael Bodmann und Dr. Ludger Herrmann in der großen „Sportarena“ Gesamtschul-Forum.

Den Bogen zum Sport schlug auch die Rede des Leitenden Regierungsschuldirektors Bernward Gilles, der, selbst „Gewächs“ des Kreises Heinsberg und Mitstreiter für die Wassenberger Gesamtschule, Spiegels Wirken als Freund und Weggefährte würdigte. Den ersten Kontakt zum Kreis hatte Spiegel nämlich als „Sporttalente-Sucher“ für die Bezirksregierung. Gilles erinnerte an die Skeptiker der Gründungszeit, die durch die Entwicklung der von Beginn an sechszügigen Gesamtschule Lügen gestraft worden seien. Er hob das Engagement Spiegels hervor, der den Namen „Betty Reis“ stets als Programm und Verpflichtung begriffen habe. Und er sprach wie Bürgermeister Manfred Winkens von dem „stetigen steilen Aufstieg“ der heutigen Europaschule und vielen Auszeichnungen auf Basis eines erfolgreichen Konzepts des „Förderns und Forderns“. Vor allem von einem guten Klima: „Dass hier gerne gearbeitet wird, merkt man.“ Dies bestätigte Schülersprecher Mirko V. . Er nannte Spiegel „eine Art Vaterfigur“, aber auch einen „Baumeister sozialer Kontakte“ mit Ausstrahlung in die Region. Die „Ausschulungstüte“, die Mirko überreichte, war ebenso originell wie das mit Spiegeln besetzte Huhn (Schülerarbeit), das Thomas Kranz für die Lehrerschaft übergab.

Bürgermeister Winkens dankte Spiegel für eine Schule mit „unverwechselbarem Profil“. „Du darfst stolz darauf sein, was du geschaffen hast.“ Er wünsche sich, dass der künftige Pensionär aktiv bleibe als eine „Persönlichkeit, auf die die Stadt nicht verzichten möchte“.

Kurz und sichtlich ergriffen bedankte sich Spiegel „für die vielen guten Jahre“: Dankbarkeit sei offensichtlich keine Einbahnstraße zwischen den Generationen. „Es ist, wie wir heute erfahren durften, eine Autobahn, auf der Jung und Alt miteinander und nicht gegeneinander gefahren sind und weiterfahren werden.“ Die Gäste waren aufgestanden und spendeten anhaltenden Beifall.

Die Nachfolgerin

Dr. Karin Hilgers, Spiegels Stellvertreterin, ist die einstimmig gewählte neue Gesamtschulleiterin. Sie stehe für Kontinuität, sagte Bernward Gilles bei der Übergabe der Ernennungsurkunde. Hilgers versprach, sich den Herausforderungen der sich verändernden Schullandschaft zu stellen.

Gütesiegel Individuelle Förderung
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